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Es ist vollbracht; durch ein überraschendes 4:4-Mannschaftsunentschieden gegen den Tabellenzweiten SC Nienberge hat sich die erste Mannschaft des Schachklub Dülmen endgültig den Klassenerhalt in der Regionalliga gesichert. Doch damit nicht genug; mit Platz vier in der Abschlusstabelle –punktgleich mit den drittplatzierten Südlohnern, die letztes Jahr noch in der NRW-Klasse spielten-  erreichten die Dülmener eines der besten Ergebnisse der Vereinsgeschichte.  Danach sah es anfänglich nicht aus: nachdem das Team die ersten beiden Runden verloren hatte, deutete vieles auf einen möglichen Abstieg hin. Doch in den folgenden sieben Mannschaftskämpfen verlor man nur noch gegen den Meister aus Emsdetten. Neben Siegen gegen Olfen und den ehemaligen NRW-Klassenteams aus Bocholt und Rheine erkämpften sich die Dülmener auch Mannschaftsunentschieden gegen Raesfeld/Erle, sowie gegen die favorisierten Südlohner und Nienberger. Gegen Nienberge waren die Voraussetzungen am Wochenende nicht optimal, denn die Dülmener mussten gleich auf fünf Kaderspieler verzichten. Zwar konnte auch der Gegner nicht in Bestbesetzung antreten, war aber an sieben der acht Bretter hinsichtlich der Wertungszahlen besser besetzt. Der Teamvergleich begann mit einem frühen, leistungsgerechten Remis von Mannschaftsführer Norbert Stegemann. Es folgte ein weiteres Remis von Christian Rebber. Er hatte zwar Materialvorteil, jedoch war dieser nicht leicht zu verwerten. Dann gewann Wolfgang Grund am zweiten Brett eine hoch taktische Partie und brachte die Dülmener in Führung. Durch die Niederlage von Sascha Lober konnten die Gäste wieder ausgleichen. Das Gesamtunentschieden hatte weiterhin Bestand nachdem auch die Partien von Andreas Weise und Spitzenspieler Robin Eiersbrock Remis endeten. Ebenfalls ein taktisches  „Scharmützel“ zauberte Thorsten Döhler (Foto) aufs Brett.

Mit ein wenig Glück konnte er seine Partie zum Sieg führen. Allerdings konnte Ingo Liebing anschließend gegen den starken Nienberger Mannschaftsführer seine Partie nicht mehr halten. Nach diesem Unentschieden entwickeln sich die Dülmener so langsam zum Angstgegner für die Gäste. Die jeweils favorisierten Nienberger konnten die letzten drei Begegnungen gegen die Dülmener nicht mehr gewinnen. Wie wichtig der Mannschaftspunkt für die Dülmener war, zeigt die Abschlusstabelle der Regionalliga. Zwischen dem Drittplatzierten und dem zweiten Absteiger liegt lediglich ein Mannschaftspunkt. „Erwischt“ hat es, neben dem feststehenden Absteiger aus Olfen, auch das ehemalige NRW-Klassenteam aus Bocholt. Trotz acht Mannschaftspunkten müssen die Bocholter absteigen, da ihnen lediglich ein halber Brettpunkt in der Gesamtwertung fehlt. Dass die Dülmener die Klasse halten konnten, ist eine Leistung des gesamten Vereins. Denn nicht nur gegen Nienberge, sammelten die Ergänzungsspieler der Dülmener Bezirksligateams reichlich Brettpunkte für das gute Gesamtergebnis.